21. April 2016

Themenvorschläge

Hier habt ihr schon mal die Möglichkeit, eure Themen- und Sessionvorschläge einzubringen. Auch Diskussionsrunden sind erwünscht. Gerne könnt ihr uns weiter unten eure Themenvorschläge zukommen lassen.

Ihr habt eigene Vorschläge? Schickt uns euren Themenvorschlag:

Dein Name (Pflichtfeld)

Deine E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Betreff

Dein Themenvorschlag

Aktuelle Themenvorschläge:

Physikalisches Kohlenstoff Recycling (Stefan Petters – carbotopia.org)

Landwirtschaftlich nicht nutzbringend kompostierbare Reststoffe und Verpackungsabfälle werden bis dato bestenfalls durch direkte oder nach Zerlegung in Zerfall-Gas indirekte Verbrennung verwertet. Beim physikalischen Recycling wird Kohlenstoff aus Zerfall-Gas thermo- katalytisch aus den Kohlenwasserstoff Fraktionen abgeschieden. Dabei frei werdender Wasserstoff kann in Gleichgewichtsreaktionen mit oxydischen Kohlenstoff-Gas Fraktionen die Kohlenwasserstoffbasis so lange erhöhen, bis kein freier Wasserstoff mehr übrig bleibt, sodass rund 75% des Kohlenstoffgehaltes der Inputmaterie als lager- und transportfähiges Pulver und Reaktionswasser erhalten bleiben – die beiden wichtigsten chemischen Energiespeicher der Natur! Mit Wasser und Kohlenstoff erzeugt man seit über 150 Jahren Synthesegas oder reinen Wasserstoff. Letzteren mit nur rd. 14% der für Elektrolyse einzusetzenden Transformationsenergie und mit dem Vorteil, das Timing auf konkrete Bedarfssituationen abstimmen zu können. Kohlenstoff Recycling wäre daher ein Wegbereiter für „Erneuerbaren Wasserstoff“! Wie China mit der Errichtung des weltweit größten Acetylen Chemie Werkes nahe dem 3-Flüsse Staudamm zeigt, ist die Nutzung negativer Strom-Regime durch für die Acetylen Produktion benötigte Karbid-Schmelze hoch attraktiv. In Kombination mit Kohlenstoff Recycling sogar ein Weg, Polyolefine und andere Chemikalien aus Acetylen zu „Erneuerbaren Stoffen“ zu machen.

Windenergie am Turm verkaufen (Friedrich Zimmermann)

Neue WEA sollen als Servicestationen vor Ort eingeführt, werden mit dem Magnuseffekt betrieben.Ausgestattet mit einem hydr. Speicher mit geringen Verlust.Geringen Gestehungskosten gegenüber jetzigen WEA.Unabhaengig von Fremdenergie.

E-Mobilität – aktueller Stand und wie die kommenden Jahre aussehen (Daniel Bönnighausen – danielboe.de)

Die Elektromobilität befindet sich in vollem Gange. Doch wo befinden wir uns aktuell und wie weit sind die deutschen Hersteller wirklich? Wie sieht die aktuelle Ladeinfrastruktur aus und wie wird sie in den kommenden Jahren ausgebaut werden? Vor welchen Herausforderungen stehen wir und inwiefern spielen Elektroautos eine Rolle für das autonome Fahren? All dies möchte ich in einer Session kurz übersichtlich darstellen.

Themenvorschläge aus dem letzten Jahr:

Energiemanagement (Heinz Geckler – geckler.de)

Vorstellung des aktuellen Entwicklungsstandes eines neuen ( und vor allem preiswerten ) Energiemanagement-Systems. Mit diesem, vor allem für die Nachrüstung entwickelten, Energiemanagement-System können virtuelle Großverbraucher wie z.B. Heizungswärmepumpen oder Nachtspeicherheizungen intelligent vom Energieversorger als virtuelle Verbraucher aktiviert werden um Stromüberschüsse im Netz aktiv nutzen zu können.
Im eigenen Objekt funktioniert das  System inzwischen seit ca. 2 Jahren stabil und wurde mehrfach optimiert. Hier kann auch dargestellt werden, wie wichtig die Systemübergreifende Steuerung von Verbrauchern wird, da die Speicherung von überschüssiger Energie in Form von Wärme viel preiswerter zu realisieren ist wie die reine Stromspeicherung. Mehr grundsätzliche Infos gibt es auf einer eigenen Projekt-Homepage.

Startups und Gründer für die Energiewende (Andreas Kühl – energynet.de)

Energiewende und Digitalisierung sorgen für große Veränderungen in der Energiewirtschaft. Startups und Gründer haben die frischen Ideen um Energiewende voran zu bringen und den Markt zu verändern. Warum diese Startups wichtig sind für die Energiewende, wer sie sind, wo sie herkommen und was sie antreibt möchte ich zusammen mit dem Projekt „Energiegründer“ des RKW Kompetenzzentrums zeigen. Wir zeigen auch Beispiele und die Themen der Gründer. Anwesende Vertreter von Startups/ Gründer haben die Möglichkeit sich in der Session in einem kurzen Pitch vorzustellen und mit den Teilhnemern des Barcamps zu vernetzen.

Digitalisierung der Elektromobilität (Achim Friedland – open.charging.cloud)

Die Elektromobilität ist leider noch immer meist nur ein Greenwashingprojekt der Politik und Konzerne. Somit sind weite Teile dieser Technologie am Kunden(-nutzen) vorbei entwickelt worden. Doch wie die Geschichtsbücher zeigen, geht es auch anders. Wie könnte man den Erfolg der Bürgersolarenergie und anderer freier Digitalisierungsprojekte wie der Open Street Map wiederholen und eine echte Elektromobilität der Bürger entwickeln? Für welche Aspekte der Elektromobiliät interessieren sich die Teilnehmer des Barcamps? Welche Daten sollten von jedem Ladestationsanbieter und Autohersteller frei verfügbar gemacht werden? Welche Umweltdaten sollten Städte und Kommen frei zur Verfügung stellen? Wie stellen sich die Teilnehmer ein elektroautogerechtes Navigationssystem vor? Wie könnte jeder freie Bürger die überschüssige erneuerbare Energie anderer freie Bürger finden, nutzen, bezahlen?

Energiewende: Konsens oder Strukturkonflikt? (Kilian Rüfer – sustainment.de)

Manche stellen die Energiewende als einen gelungenen Kompromiss und Konsens dar. Andere, wie Akteure der Bürgerenergiewende, fühlen sich bitter um ihre Handlungsspielräume gebracht und verorten Schuldige bei Energiekonzernen, deren Lobbyisten und der umsetzenden Politik. Noch weitere sind zu faul strategisch nach zu denken und meinen mit vielen an einem Strang zu ziehen. Der Konflikt zwischen groß und klein, zwischen Konzern und Prosumer, zwischen business-as-usual und Klimaschutz,… Welche tatsächlichen Interessenskonflikte entstehen mit der Energiewende? Was beschleunigt und was bremst die Energiewende? In welchen Punkten gibt es tatsächlich einen breiten gesellschaftlichen Konsens. Eine Diskussion die unbequem in das Eingemachte führt.

Elektroautos und Ladeinfrastruktur erfahren (Daniel Bönnighausen – danielboe.de)

Während des Barcamps steht ein Smart ED, VW e-Golf und ein Nissan e-NV200 (7-Sitzer) zur Verfügung. So gibt es während des Barcamps die Möglichkeit diese Elektroautos zur Probe zu fahren. An beiden Tagen wird es eine geführte Tour mit den drei Elektroautos zur Schnellladestation in Lohfelden geben, bei der die Ladeinfrastruktur und die verschiedenen Elektroautos kennengelernt werden. Ihr lernt die Fahrzeuge, Stecker und Infrastruktur live kennen und könnt eure Fragen zu diesem Thema stellen.

Schulung für Energiewende-Aktivisten:
Meinungen in sozialen Medien ausdrücken
(Kilian Rüfer – sustainment.de, Daniel Bannasch – metropolsolar.de)

Auf dem Barcamp Renewables bieten die Energieblogger eine Einführung in die Bedienung sozialer Medien für Aktivisten der Bürgerenergiewende an. Auch jenseits der Veranstaltung wollen wir Interessierten dabei behilflich sein, einen aktiveren Zugang zu den sozialen Medien zu finden. Das Nachdenken, Ausdrücken und Diskutieren von Meinungen ist gut für die Demokratie und den Einfluss von unten nach oben durch die Zivilgesellschaft. Dieser Einfluss für 100% Erneuerbare, Kohleausstieg, Dekarbonisierung, Wärmewende, Mobilwandel, Stromwende und Gestaltungsmöglichkeiten für Bürger und KMU bleibt auf der Strecke, wenn man sich nicht um Reichweite für seine Anliegen kümmert.

Nachhaltigkeit der Energiewende (Johannes Cloerkes – sv-cloerkes.de)

Die Nachhaltigkeit der Energiewende steht im direkten Zusammenhang mit dem aktuellen Betrieb der durch das EEG geschaffenen Kapazitäten der Erneuerbaren Energien. Die Thematik, in wie weit bestehende Anlagen Erneuerbarer Energien langfristig und nachhaltig betrieben werden können, und somit die Kapazitätsmärkte positiv beeinflussen und eine Versorgungssicherheit mit Energiespeichern darstellen würden, ist in kaum einer Veröffentlichung oder Tagung vorhanden und derzeit noch nicht von Wichtigkeit.

Zu diesem Thema sollten auch die Eigentümer bzw. die Anlagenbetreiber informiert und sensibilisiert werden, denn diese sind letztendlich die Entscheider über ihre Anlagen. Ansonsten werden die nicht unter Beobachtung/Service stehenden, auch als herrenlos verspottete PV-Anlagen, von ihren Betreibern spätestens nach dem EEG-Zeitraum aufgegeben, da aktuell Wartung unterlassen und das Interesse immer weiter schwinden wird. Informationen, auf die Bedürfnisse der Bestandsanlagenbetreiber für einen nachhaltigen Betrieb mit dem Thema „Schon jetzt vorsorgen“ angepasst, würden dem nachhaltigen Betrieb solcher Anlagen durchaus nützen. Solche Information fehlen den privaten Anlagenbetreibern, die sich in überschaubarem Umfang an der Energiewende beteiligt haben.

Predicted Desire – Geschäftsmodell-Berechnungen für die Anlage von morgen (Martin Bernhardt – dynamic-applications.com)

ch habe eine Software entwickelt, mit der man Kosten-Nutzen-Erlösberechnungen mit einer Verlaufsgrafik über die Zeit abbilden kann. Der Nutzer kann an beliebig vielen Stellschrauben drehen, wie Produktionszeiten, Material- und Energiekosten, dem Verkaufspreis, und der Anzahl der Verkäufe, und das Programm zeigt „live“ die kombinierten Auswirkungen aller Stellschrauben zusammen. Also ob sich ein Produkt rechnet, oder nicht, und wenn ja, ab wann. Ich würde mal die Erlösberechnung einer PV-Anlage zeigen, inkl. Prosumer-Trading.

Grundsätzlich könnte man auch viele andere Anlagen berechnen, ob Windkraftanlage, Biogas, die Amortisierung eines Tesla Model III, oder 10 in Reihe geschaltete alte Autobatterien. Das alles basiert auf leicht abgewandelten Kosten-Erlös-Berechnungen, die von einem Differentialgleichungslöser aufgelöst werden. Meine Vision ist, dass jeder Nutzer die Referenz-Modelle auch „live“ anpassen, erweitern und speichern kann, wofür man nicht mehr als Dreisatz können muss. Für mich ist es schwer, den Wert meiner Arbeit einzuschätzen. Ist der vorgesehene Preis ist 2,49 € angemessen? – Freue mich auf Diskussion und Feedback.

Digitalisierung verbessert Energieeffizienz und Energiemanagement in der Industrie (Prof. Dr.-Ing. Mark Junge – limon-gmbh.de)

Digitalisierung und Vernetzung schreiten auch im Bereich Energieeffizienz schnell voran. Mit dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende wurde das Startsignal für Smart Grid, Smart Meter und Smart Home in Deutschland und ermöglichen so die digitale Infrastruktur für eine erfolgreiche Verbindung von über 1,5 Millionen Stromerzeugern und großen Verbrauchern. Die digitalen Möglichkeiten zur operativen Verbesserung und Flexibilisierung erstrecken sich bereits über die gesamte Wertschöpfungskette. Der damit verbundene Zwang zur Transformation bietet zugleich die Chance, Strategien, Strukturen und Prozesse neu zu gestalten.  Die Industrie als einer der größten Verbraucher wird allerdings noch nicht so richtig integriert. Welche Ansätze können hier die Energiewende voranbringen? Welcher Nutzen kann erreicht werden? Die Voraussetzungen sind geschaffen, aber wie bringen wir das Thema weiter voran?